Sigma SD15 – Digitalkamera mit starkem Bildprozessor

Lutz Hufrath betreut das Blog digicam-blogger.de und schreibt regelmäßig über Neuerscheinungen, Klassiker und technische Finessen aus der Welt der Fotografie. In diesem Gastbeitrag nimmt er die Neuerscheinung von Sigma unter die Lupe und fasst seine Erfahrungen in einem Testbericht zusammen.

Seitdem ein neues Kameramodell von Sigma bereits 2008 angekündigt wurde, warten Fotografen auf die Veröffentlichung der Sigma SD15, die mit einem guten Bildprozessor ausgestattet ist. 2010 ist es endlich soweit. Nachdem im Februar auf der Fotomesse PMA die Kamera Neuheit von Sigma vorgestellt wurde, soll es nicht mehr lange dauern, bis die Kompakte mit TRUE Bildprozessor zum Verkauf steht. Der Preis für die Digitalkamera wird laut Hersteller an die 900 Euro betragen.
Dieser Testbericht vermittelt einen ersten Eindruck von der bedienungsfreundlichen Kamera:

Fakten:
Die Sigma SD15 hat einen Foveon X3 CMOS-Sensor mit einer Größe von 20.7×13.8 mm und macht Aufnahmen mit 14.1 Megapixeln. Gespeichert werden diese Aufnahmen auf SD-Karten als RAW- oder JPEG-Format. Die Kamera speichert alles nach DCF, unterstützt DPOF und hat die Exif Version 2.21. Für die Konnektivität besitzt die Kamera einen Netzanschluss, einen USB-Port und einen Pictbridge-Anschluss.
Damit man sieht, wie die Bilder geworden sind, besitzt die Kamera natürlich auch ein drei Zoll großes Display, das über einen Spiegelreflex-Sucher verfügt und eine Auflösung von 460.000 Bildpunkten hat, außerdem hat sie einen zweiten kleineren LCD-Monitor. Des weiteren gleicht das Display auch -3 bis +1 Dioptrien aus.

Belichtung:
Die ISO-Empfindlichkeit der Sigma SD15 reicht von 100 bis 3200, die Belichtungskorrektur kann in 3 Stufen eingestellt werden und selbstverständlich hat die Kamera auch eine Belichtungssteuerung, die eine Blendenautomatik, eine Zeitautomatik, eine Programmautomatik und eine manuelle Einstellung erlaubt. Die Belichtungsreihe macht auch Serienaufnahmen mit drei Bildern möglich. Des Weiteren gibt es einen manuellen und einen Autofokus sowie einen manuellen Weißabgleich. Da der Verschluss mechanisch und elektronisch gesteuert werden kann, sind Verschlusszeiten von 15 bis 1/4000 Sekunden möglich und der Selbstauslöser beträgt entweder zwei oder zehn Sekunden. Für die passende Beleuchtung ist selbstverständlich ein Blitzgerät mit der Blitzleitzahl elf eingebaut und es gibt auch noch einen zusätzlichen Blitzschuh.

Besonderheiten:
Die Besonderheit der Sigma SD15 liegt zum einen in dem Foveon Sensor, denn dadurch, dass er jede Grundfarbe nicht nur erkennt, sondern sie auch mit jeweils 4.6 Megapixeln ablichtet, ergibt sich eine effektive Bildauflösung von 14.1 Megapixeln mit extrem guten Kontrasten und Farben. Dazu wurde auch der Bildprozessor True II verwendet, der eine weitere Besonderheit der Kamera darstellt. Der Prozessor fördert nicht nur die Bildqualität, sondern erhöht zudem die Leistung und Geschwindigkeit der Kamera.
Um die Möglichkeiten der Kamera noch auszuweiten, gibt es zahlreiches optionales Zubehör, wie über 45 Objektive, unterschiedliche Blitzgeräte, einen Batteriegriff, einen Fernauslöser mit Kabel oder ein AC-Netzteil. Das Handling der Kamera ist denkbar einfach, doch ist sie mit 680 Gramm Gewicht ohne Akkus nicht gerade ein Leichtgewicht. Dafür ist sie schnell und liefert hervorragende Bilder.

Ärgerlichkeiten

Wie aus einem Kommentar bekannt wird, scheint das neue RAW-Format dieser Kamera von keinem Open Source Converter unterstützt zu werden. Das sollte man vielleicht berücksichtigen, wenn man viel im RAW-Format mit dieser Kamera fotografieren will

7 Antworten auf „Sigma SD15 – Digitalkamera mit starkem Bildprozessor“

  1. Ich muss zugeben, dass von meiner Seite aus eine gewisse Vorfreude auf die (hoffentlich baldige) Veröffentlichung der SD15 gegeben ist. Und auf der Photokina wird dann bestimmt die SD16 präsentiert;-) Oder überhaupt erste Gehversuche im Micro Four Thirds-Sektor vorgestellt. Man(n) lässt sich überraschen!

  2. Ich hätte da eine allgemeine Frage zu Digitalkameras. Woher weiß man denn, in welchem Format ein Video gemacht wird?
    Auf meiner momentanen Kamera werden diese immer im .mov Format aufgezeichnet, aber ich kann diese mit dem Windows Media Player nicht anschauen. Gibt es auch Kameras die solche Videos z. B. im .avi oder .mpg Format aufzeichnen?

    1. Das .mov-Format ist von Apple. Es nennt sich Quicktime Video. Leider wird ein Player unter Windows wegen lizenzrechtlicher Dinge nicht standardmäßig ausgeliefert. Du kannst entweder Apple Quicktime für Windows installieren oder auf einen anderen Player ausweichen, der das Format unterstützt. Aktuellere Kameras namhafter Hersteller unterstützen heute modernere und besser komprimierte Video-Formate. Am Besten vorher prüfen…

  3. Ich habe mir die SD15 hauptsächlich für Produktfotografie zugelegt und bin mit dem Sensor auch absolut zufrieden allerdings bin ich auch über das Problem mit dem RAW Format gestolpert. Es scheint bis heute keinen vernünftigen RAW-Konverter außer Sigma Photo Pro zu geben. Wenn man, wie ich, an einen festen Workflow gewöhnt ist muss man sich schon ganz schön umstellen.

  4. Mir gefällt die Cam sehr, da man verdammt gute Bilder mit der Cam schießen kann.

  5. …die SD15 beginnt mit ISO 50 – ja, das gibt es noch!
    Die Neueste Firmware bringt obendrein einige Verbesserungen…. Z.B. RAW+JPG

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